Ankersteinhaeuser – Herzlich Willkommen

28. November 2008

Die Baumeister stellen sich vor…

Filed under: Die Baumeister — admin @ 12:32

Baumeister Markus Steinhäuser ist der ältere Bruder: 1980 geboren ist er inzwischen reife 28 und hat seine Begeisterung für Bausteine noch lange nicht verloren sondern im Gegenteil vor zwei Jahren wiederentdeckt.

Trotz seiner eher konservativen Natur überrascht er immer wieder mit extravaganten Vorschlägen für künftige Bauvorhaben – Stichwort “Organische Formen” – und muss von seinem kleinen Bruder in die Realität zurückgeholt werden. Obwohl sein struppiger Dreitagebart anderes erwarten lässt, weiß Markus die Vorteile der Zivilisation sehr zu schätzen – Stichwort Gin Tonic – und entwickelt mit großer Ausdauer prächtige Ostfassaden oder plant minutiös gewaltige Kuppeln. Wenn er gerade nicht mit Bauklötzen spielt arbeitet er als Arzt.

 

Baumeister Lorenz heißt seit Anfang August eigentlich nicht mehr Steinhäuser – nach der Hochzeit mit Siggi trägt er den wohlklingenden Namen Uxa. Lorenz ist mit zarten 21 deutlich jünger als sein Bruder und damit von Alterserscheinungen wie Rheumatismus und Bandscheibenvorfällen bisher verschont geblieben. Ebenso wie Markus packt ihn manchmal der Größenwahn – frei schwebende 60er Kuppeln – und häufig die Ankersteinbaulust. In Lorenz Wohnzimmer sind bisher alle Projekte entstanden, sie werden aber bald in Lorenz Arbeitszimmer umziehen.

Lorenz studiert Medizin in Leipzig und interessiert sich nebenher vor allem für Physik, deutschsprachige Musik, Trekking, ankersteinhaeuser.de und… Ankersteine.

 

Siggi und Lene sind zwar selbst keine Baumeister, müssen hier aber trotzdem unbedingt Erwähnung finden: Lene für die wunderbaren Mosaike, die unsere Bauten zieren und Siggi für die unendliche Geduld mit uns schrägen Vögeln, dem Kalkstaub auf dem Teppich und den Kisten in der Küche.

 

 

7. April 2008

Wie alles begann…

Filed under: Die Baumeister — admin @ 16:39

Wie kommt man darauf, sich eine knappe Tonne Kalkstein in die Wohnung zu holen und Kirchen draus zu bauen? Lange Geschichte.

Unser Vater hatte als Kind einen Steinbaukasten von irgendwem geschenkt bekommen – noch in den 50er Jahren. Damals unbezahlbar und so gut wie nicht zu beschaffen, war er sein absolutes Heiligtum.

Er kannte tatsächlich fast jeden einzelnen Stein, jedenfalls jeden der sieben Doppelsteine, ebenso die acht roten Ganzen und das zerbrochene Riemchen… Viel später, als wir Brüder alt genug waren, um zu begreifen was man mit Bausteinen machen kann, hat uns unser Vater diese Steine zum ersten Mal gezeigt. Zunächst nur unter seiner Aufsicht, später sehr selten auch zu zweit entstanden aus den abgewetzten Steinen zierliche Türmchen, mal ein kleines Haus – für mehr reichte das Material nicht.

Noch etwas später, es muss Mitte der 90er gewesen seit, entdeckte unser Vater die “Ankerstones” im Supermarkt um die Ecke. So bekamen wir zu Weihnachten zwei 5-kg-Koffer (“Großer Bausteinkoffer”), mit denen etwas größere Projekte möglich wurden. So entstand eine winzige Kirche (sie kann nicht höher als 30 cm gewesen sein) an einem Weihnachtsabend Ende der 90er. Wir (und, so leid es uns heute tut, auch unsere Mutter) entdeckten, dass Ankerstones im Grunde, kein Spielzeug für Kinder sind. Staubig, schwer, zerbrechlich, ganz anders als das geliebte Lego, so dass die Steine sicher acht Jahre Lang unbenutzt herumlagen.

Irgendwann um 2003 herum, stieß ich bei ebay rein zufällig auf ein Angebot für Ankerstones – die astronomische Menge von 30 kg stand dort zum Verkauf. Für relativ kleines Geld kauften wir schließlich 30 kg Steine und 10 kg Steinmehl und Krümel, geschuldet der UNSITTE, diese wunderbaren Steine als Schüttgut zu behandeln. Zu unserem Leidwesen haben auch heutzutage die Händler noch nicht begriffen, was für ein Frevel das ist…

Ein echtes Interesse für die Steine entstand erst 2007 wieder. Ich zog in meine eigene (recht große) Wohnung in Leipzig, Markus war inzwischen Arzt und so hatten wir sowohl den Platz als auch die Mittel um über ernsthaftes Bauen nachzudenken. Wir fanden einen Händler nahe Leipzig, der nach dem Konkurs der Herstellerfirma die gesamten Vorräte (300 Tonnen) der Steine aufgekauft hatte und in gewaltigen Papiersäcken in seiner Garage lagerte. Auf der Rückfahrt von diesem ersten Einkauf telefonierte ich mit Siggi.

Siggi: Habt ihr Steine gekriegt?

Lorenz: Ein paar…

Siggi: …Kilo?

Lorenz: Zentner…

Siggi: Was, ein ZENTNER???

Lorenz: Naja, ein paar…

 

So schnell kann’s gehen. Inzwischen haben wir ein paar mal nachgekauft und Siggi toleriert die Steine in unserer Küche – so wie ich die Pflanzen im Wohnzimmer.

In diesem Sinne, Bis bald, der Law

 

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