Ankersteinhaeuser – Herzlich Willkommen

22. August 2008

DIE KUPPEL STEHT!!!

Filed under: 2008 - Der Tempel — admin @ 13:46

Wir können es selbst noch nicht so ganz fassen: Die Kuppel ist fertig! Und wir wagen zu behaupten: Die größte freitragende Kuppelkonstruktion, die jemals aus Ankersteinen errichtet wurde, geht auf das Konto der Gebrüder Steinhäuser!

 

 

Bis dahin war es jedoch eine echte Zitterpartie! Um die Dimensionen dieses Projekts zu verdeutlichen, hier ein paar Zahlen:

Die Kuppel besteht aus 34 individuell geplanten Lagen, die Größte mit einem Durchmesser von 60 Noppen. Durch die Überhöhung der Kuppel (34 Lagen Höhe bei 30 Noppen Radius) wird die abgeflachte Form der Steine ausgeglichen. Sie hat sowohl außen wie auch innen die Form einer Halbkugel, die innere hat einen Radius von 22 Noppen, die überspannte Fläche beträgt damit über 1500 Pixel. Die Kuppel enthält das Äquivalent von etwa 6200 ganzen Steinen und hat damit ein geschätztes Gewicht von 74 kg. Sie besteht wahrscheinlich fast zur Hälfte aus Riemchen, außerdem vor allem Ganzen und (insbesondere in den Oberen Lagen) den unentbehrlichen Doppelsteinen.

Mathematisch basiert die Kuppelform offensichtlich auf einer verpixelten Halbkugel, wobei für jeden (der 128000) Pixel bestimmt wurde, ob sich sein Mittelpunkt innerhalb oder außerhalb der Kuppelwand befindet.

Aber am wichtigsten: Sie ist wunderschön!

Mit dem Abschluss des Meisterwerks Kuppel endet auch die Arbeit an unserem Tempel. Wir haben ihn schließlich “Vollmondtempel” genannt, vielleicht wegen der weißen Scheiben vor den Portalen. Der Tempel wiegt insgesamt wahrscheinlich zwischen 680 und 720 kg und enthält schätzungsweise 150000 Steine. Ohne Große Worte gibt’s deshalb die schönsten Bilder des Vollmondtempels:

 

Die einzige durchgehend rote Lage des Allerheiligsten. Sie markiert den Beginn der Kuppel – aussen weiss, innen rot.

Als äußerst nützlich erwiesen sich unsere grünen Achtel. Wir benutzten Sie, um für jede Lage zu kennzeichnen, welche Pixel am Rand wegfallen. Wie man sieht, stehen sie ersten Lagen der Kuppel schon, und noch ist alles stabil.

Ab und zu ließ es sich leider nicht vermeiden, dass uns das eine oder andere Steinchen ins Allerheiligste hineinfiel. Markus beim Versuch, ein verschollenes Achtel zu angeln.

Die ersten 13 Lagen stehen, den Rest wollten wir uns für den letzten Tag aufheben. Man beachte das blaue Achtel, dass die Spiegelachse markiert.

Von innen werden die ersten konzentrischen Kreise sichtbar. Wie 50 Rundbögen auf einmal beginnt die Kuppel zur Kuppel zu werden.

Noch etwas eindrucksvoller ohne Blitz.

Die Baumeister in Sorge: Je höher wir kommen, desto mehr neigen siech die Wände nach innen, desto größer werden die Überhänge. Nach sechs Stunden lässt langsam auch die Konzentration nach, dieser Kuppelbau ist anstrengender als jede Brill-Klausur.

Das Loch wird immer kleiner. Hochinteressant und unerwartet der Eindruck von vier (jeweils doppelten) Kreisen rings und die Öffnung. Sie entstehen als Schnittflächen der 45-Grad-Ebenen mit der Kugel.

Das letzte Bild mit Loch in der Kuppel.

Es ist vollbracht! Die 29. Schicht ist als einzige nicht 100%ig mathematisch korrekt. Vier Pixel mehr sollten frei bleiben, aber das hätte nicht ohne Doppelriemchen (oder eben doch die flinke Flasche) funktioniert.

Das fertige Meisterwerk. Ganz obendrauf steht eine kleine Laterne, gebaut aus den 50 Jahre alten Steinen unseres Vaters. Etwas vergilbt, abgewetzt und nach Kindheit duftend krönen sie das zweite große Projekt der Gebrüder Steinhäuser.

 

PS: Das dritte Projekt ist in Planung. Bis wir beginnen können, müssen wir den Tempel erstmal wieder abbauen (ich rechne mit wenigstens 80 Arbeitsstunden) und eine längst fällige Inventur unserer Steinbestände angehen. Ich verspreche trotzdem regelmäßige Updates und weitere Pix, bis dahin,

cya, der Law

 

2 Kommentare »

  1. So, Ihr Lieben. Endlich kann ich mich mal auf Eurer schoenen Website umschauen.
    Wow, da bleibt mir echt die Spucke weg.
    Ich bin maechtig stolz auf Euch und hoffe, dass ich bald eines Eurer archtitektonischen Kunstwerke in Nature bewundern kann. Es gruesst von Herzen aus dem heissen Kenia, Euer Schwesterlein.

    Kommentar by Ute Steinhaeuser — 27. August 2008 @ 17:09

  2. Woah! Ich bin sehr beeindruckt…habe das ganze Projekt ja noch im Anfangsstadium bewundern dürfen.

    Respekt, Respekt.

    Kommentar by Hans-Christian Heinz — 3. Februar 2009 @ 13:07

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